Chronik der Trierer Funkensänger/de funkis
Im Jahre 1960
gründeten Franz Groß und Friedel Bodschard mit ihren
Sangeskollegen Helmut Zeltinger und Ewald Meyer vom
Männergesangverein 1882 Ruwer eine Gesangsgruppe bei der KG Rote
Funken, die sich
Trierer Funkensänger
nannte.
Zunächst wurde die
Gruppe von einer bekannten Trierer Musikpädagogin, Frau Wallscheid,
am Akkordeon
begleitet und präsentierte Stimmungs-, Mosel- und Seemannslieder.
Ab 1962 übernahm
Theo Bodschard die Leitung der Gesangsgruppe, machte eigene Texte und
konnte im Jahre 1963 eine Trierer Newcomer-Band als Begleitung engagieren,
die auch nach den
Sitzungen im Braustübchen der Löwenbrauerei rockte.
Diese Band nannte
sich The black cats.
Als sich im Jahre
1965 die Angebote für die Blackcats häuften, sprang ab der
Prinzenproklamation von Stadtprinz Erwin Schönhofen am Fetten
Donnerstag
Werner Bodschard
als Klavierbegleitung ein.
Die Funkensänger entwickelten
sich weiter und wurden bald ein unverzichtbarer Bestandteil des Trierer
Karnevals, die die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval auch
ausserhalb in Bad Ems und Koblenz vertraten.
Im Jahre 1972
trennten sich die Funkensänger von der KG Rote Funken, da sie weiterhin
ihre
bodenständige Saal-
und Straßenfastnacht feiern wollten.
Die KG Onner ons
und die KG Rot-Weiss Ehrang boten ihnen gegen die Widerstände der
Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval dafür die Plattform.1974 kamen die
Biewener Hoahnen und der Isseler Cultur-Verein dazu.
Darin liegt der
Ursprung für die bis heute andauernde Freundschaft mit diesen Vereinen.
In den folgenden
Jahren ergänzten sich die Trierer Funkensänger mit Trompete, Posaune,
Schlagzeug und Gitarre und so wurde damals schon der Grundstein für die
spätere Showband gelegt.
Im Jahre 1979 schied
Theo Bodschard aus und übergab die Leitung an seinen Bruder Werner.
Da Ende 1984
kurzfristig 2 Mitglieder aufhörten, war 1985 eine schöpferische Pause
angesagt, aber 1986 ging es mit neuem Elan und teilweise neuem, verjüngtem
Personal weiter.
In dieser Zeit
starteten die Funkensänger ein eigenes Sommerprogramm und traten auch
verstärkt zwischen den Fastnachtssessionen auf.
Die 90-er-Jahre
wurden die große Zeit der Funkensänger in der Besetzung Werner und
Achim Bodschard, Rudolf Forster, Egon Kreber, Lothar Pelzer, Mario
Gerhardt, Bernd Theis, Fred Lauterbach und Wolfgang Reis.
Nicht nur in der
Trierer Region, sondern auch ausserhalb "räumten" sie gnadenlos ab.
Unvergesslich die
Fahrt nach Düsseldorf-Erkelenz zum Schützenfest, wo ein
74-er-Doppeldecker mit Fans die Band begleitete. Auch nach Belgien
fuhr die Fangemeinde mit einem eigenen großen Bus mit. Sensationell die
Auftritte in Frickhofen bei Limburg, wo sich die Creme der
deutschen Fastnacht aus Mainz, Köln, Frankfurt und Nürnberg traf.
Bei diesen
Gelegenheiten stellten die Funkensänger fest, dass der Name sich
oftmals als irreführend erwies. Der Veranstalter und das Publikum
assoziierten den Namen häufig mit einem Gesangverein, der Karnevalslieder
singt.
Aus diesem Grund
wurde der Name, wie das die Fans auch schon taten, auf de
funkis
verkürzt.
Heute werden häufig
noch beide Namen benutzt.
Auch im neuen
Jahrtausend sind de funkis ein wichtiger Bestandteil der "Trierer
Foasnoacht" und der Sommerfeste der Region.
Fast 20 Jahre treten
sie bei der Eurener Nachkirmes auf.
Die funkis sind eine
Band mit starkem familiärem Charakter.
Alle paar Jahre
fahren sie eine Woche in Urlaub, so z. B. nach Lloret de Mare, Sterzing
(Südtirol) Rhodos, Kreta, Algarve, Mallorca, Tunesien und Gran Canaria.
Geburtstage,
Hochzeiten, Kindtaufen feiern sie gemeinsam, aber auch in schweren Zeiten
stehen sie zusammen.
Der Stamm der Gruppe
musiziert seit Jahrzehnten zusammen und besteht zur Zeit aus:
Werner Bodschard
(seit 1965) Klavier, Leitung, Texte, Arrangements, Gesang
Rudi
Forster (seit 1978) Gesang und Kasse
Bernd
Theis (seit 1986) Trompete, Schlauchofon, Gesang
Mario
Gerhardt (seit 1991) Trompete, Keyboard, Gesang
Thomas Serwene
(seit 2003) Bass, Akkustikgitarre, Gesang, Technik
Markus
Zimmer (seit 2005) E-Gitarre, Akkustikgitarre, Gesang
Oliver Florath
(seit 2005) Schlagzeug und Bandkoch
Immer dabei zum Auf-
und Abbau, Soundcheck und Hilfestellung während der Auftritte,
sind unsere Roadies
Andreas Bodschard und Stefan Sohn.
Es ist nicht möglich,
die Showband "de funkis" in eine bestimmte Musikrichtung einzuordnen.
Das liegt daran, dass
jeder der 7 Bandmitglieder seine musikalischen Vorlieben in das Programm
einfließen lässt. Da zwischen dem Jüngsten und dem Ältesten 30 Jahre
liegen, ergibt dies eine immense musikalische Bandbreite.
Von Adriano Celentano,
Gilbert Becaud und UdoJürgens über Joe Cocker, Manfred Mann, Pink Floyd
und "NDW" bis Kölschrock bekommen fast alle Zuschauer mindestens einen
Lieblingsinterpreten zu hören.
Meist zu Beginn des Konzerts erzählen De Funkis selbst
getextete Geschichten auf bekannte Melodien, oftmals in Trierer Mundart.
Dann folgt eine abwechslungsreiche Bühnenshow, was auch auf ständige
Rotation zurückzuführen ist: Nach jedem Song wechselt der Interpret auf
der Bühne. Dabei ist das Publikum ständig in die Aktion der Band
eingebunden. Das bedeutet: Nicht nur konsumieren, sondern die Show aktiv
mitzugestalten! So wandert das Mikro auch mal in die Fangemeinde, die
dann, mit mehr oder weniger Erfolg "Guter Mond, du gehst so stille"
künstlerisch gestaltet um anschliessend im "Sternenhimmel" zu landen.
Das oberste Ziel der Gruppe ist dann erreicht, wenn nach
3-stündigem Programm und mehreren Zugaben das Publikum, der Veranstalter
und De Funkis sagen können: "Es hat wieder richtig Spass gemacht."
Im Jahre 2010
feiern die Trierer Funkensänger/de funkis, wie Roland Morgen
vom Trierischen Volksfreund sagte, "die älteste Showband
der Stadt Trier",
voraussichtlich
ihr 50-jähriges Bestehen.
Akteure der Trierer Funkensänger/de funkis:
Franz Groß, Friedel Bodschard, Helmut
Zeltinger, Ewald Meyer, Hans Junk, Hans Koster, Kurt Görres, Theo
Bodschard, Josef Coels, Karl-Heinz Franken, Werner
Bodschard, Günther Horsch, Ludwig Arimond, Josef Hartmann, Jürgen
Wollmann, Dieter Wollmann, Bernd Niesen, Egon Kreber, Wolfgang Kreber,
Achim Bodschard, Klaus Schaller, Rudolf Forster,
Paul Reuscher, Rudolf Jakobs, Norbert Müller, Burkhard Thielen, Uli Blees,
Lothar Pelzer, Bernd Theis, Fred Lauterbach,
Mario Gerhardt, Johannes Olk, Wolfgang Reis,
Thomas Zehren, Thomas Serwene, Ulle
Backes, Detlef Roth, Julian Roth, Markus Zimmer
und Oliver Florath
*in gelb die aktuellen Funkis
Gäste der Trierer Funkensänger/de funkis:
Pedro Longen Black cats
Begleitband 1964/1965
Benny Kündgen "
Ketty Kettermann "
Toni Schüller "
Peter Kruse Schlagzeug
Peter Böffgen Gitarre
"Lasko" Laskowski Gitarre
Uwe Jacobs Bass
Bruno Zender Gitarre
Peter Jostock Bass
Matthias Schmitt Schlagzeug
Siggi Zentgraf
Schlagzeug
Peter Pries Gesang
Joachim Wagner Gesang
Erhard Wollmann Bass
Manfred Schömer Bass
Dr. Harald Bartos Gesang
John Freeman Bass
Helmut Schröer Gesang
"Tom Tom" Garnier Schlagzeug
Günther Derbach Keyboard
Jan Gerhardt Schlagzeug
Technik
Peter Valerius, Heinz Roth, Jürgen
Schlich, Rainer Kuring, Rainer Kornbrust,
Lothar Schmitt
Zur Zeit: Johannes Mossal und
sein Team(Markus, Jörg und Tobias)
Tonträger
1979:
Single-Schallplatte "Der Ruwertaler" mit dem Musikverein Kasel
1987:
Single-Schallplatte "Oh Majusebetter" mit der Rückseite "Dat waaß doch
jeden
Dusel"
1996: CD "Oh
majusebeeter"
2003: CD "Kreuz und
quer"
Fernsehauftritte
1984
SWF 3
-Glaskasten
bei allen SWF 3 und SWR 3
-Fernsehkarnevalssitzungen aus Trier
aus der Chronik KG
Rot Weiss zu Ehrik :
Gegründet wurden die Trierer Funkensänger von
Franz Groß und Friedel Bodschard 1960 als Kanrevalsgruppe bei der KG Rote
Funken.
Ab 1962 leitete Theo Bodschard die Truppe.
1972 trennten sich die Trierer Funkensänger von
der KG und wurden eine freie Karnevalstruppe.
1979 übernahm Werner Bodschard die Leitung und
in den 90 er-Jahren wurde der Name in "de funkis" abgekürzt.
Funkensänger und die Verbindung zur KG Rot Weiss bis
1996
Gesanglich, instrumental, humorgeladen mit Mutterwitz und Herz,
Schauspieler und
Komödianten, unterhaltend und kritisierend, lustig und ernst. Wenn in der
Narrhalla das
Auditorium auf seinen Stühlen und Tischen steht, wenn Feuerzeuge im Takt
der Töne
geschwungen werden, wenn die mitsingende, lachende und mitwiegende Masse
von Zuschauern den Raum zum Platzen bringen will, so sind Sie meist
beteiligt.
Helmut Botzem lernte 1970 den Präsidenten, der Karnevalsgesellschaft Rote
Funken, Theo
Bodschard kennen und verpflichtete die Gesangstruppe dieser Gesellschaft.
Als die
Gruppe 1973 die Gesellschaft verließ und sich selbständig machte, sprach
die
Arbeitsgemeinschaft der Trierer Karnevalsvereine eine Sperre aus, und
verbot
ihren Mitgliedsvereinen den Auftritt dieser Truppe. Willi Claus (KG Onner
Ons) und Helmut
Botzem (KG Rot Weiß) setzten sich darüber hinweg und retten somit diese
Gruppe für den
Trierer Karneval.
So spannt sich in Ehrik der Bogen über 25 Jahre Partnerschaft mit den
Trierer Funkensänger hinweg. Eine Partnerschaft die über alle Mitglieder,
Garden, Präsidenten, Vorsitzende, sonstige Aktive und Kulissenschieber bis
hin zur gesamten Gesellschaft derer von Rot Weiß und seinen Zuschauern
getragen wird. Sie sind ein Garant und Zugpferd für Stimmung,
Unterhaltung und gute Laune nicht nur zur Foasenichtszeit, sondern über
den gesamten
Jahresverlauf hinaus.
Einen Namen muss man bei dieser Truppe nennen, ohne die restlichen Aktiven
zu schmälern:
" Bodschard "
Theo, Werner, und der Sohn von Theo, Achim. Die
beiden erst genannten fasse ich unter dem Begriff als
" Oberfunken " zusammen. Beginn der 80er Jahre verließ Theo
Bodschard die Gruppe
und Werner gilt bis heute als Führungs- bzw. Leitfunke und ist seit 1984
" Minister humorus causa " der Gesellschaft. Ebenso
sind langjährige Funkensängernamen wie Egon und Wolfgang Kreber, Rudolf
Forster und Jürgen und Dieter Wollmann noch in den Ohren
der applaudierenden Zuhörer. In den 90er Jahren besteht die wundervolle
uns hoffentlich noch lang zur Verfügung stehende, beim Publikum immer
stets willkommene Funkenschar aus :
Werner und Achim Bodschard, Egon Kreber,
Rudolf Forster, Berni Theis, Fred
Lauterbach, Lothar Pelzer und Mario Gerhard.
----aus der Chronik KG
Rot Weiss zu Ehrik